Universum Russlands Wildes Meer

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Eine Universum-Dokumentation in zwei Teilen

6.000 km von Moskau entfernt, im Fernen Osten Russlands, liegt eines der reichsten und gleichzeitig unwirtlichsten Meere der Welt. Im Winter erstarrt es im Packeis und im Sommer peitschen Taifune meterhohe Wellen auf. Erdbeben, Tsunamis und Eruptionen sind in dieser vulkanreichen Gegend alltäglich, dennoch ist dieses Meer eines der letzten großen Naturparadiese der Welt, - mit Millionen an Wildtieren, mit unberührten Felsküsten, tausenden Wildflüssen und unendlichen Urwäldern. Im Westen kennt es kaum jemand, das Ochotskische Meer, Russlands große Meereswildnis.

Hier regieren Extreme und unaufhaltsamer Wandel: alle paar Jahre herrscht Nahrungsmangel – dann wieder folgen Jahre, in denen Lachs, Pollack oder Hering riesige Schwärme bilden.  Für die Tiere, und die wenigen Menschen, die hier leben, ist dieses Meer abwechselnd Hölle und Paradies.

Die zweiteilige Dokumentation von Franz Hafner führt in die entlegensten Winkel des Ochotskischen Meers, und macht sie erstmals einem breiten Publikum bekannt. Drei Jahre hat das Filmteam an dieser Dokumentation  gearbeitet und ca. 300 Drehtage benötig, um die Vielfalt und den Zauber dieser Region einzufangen.

Russlands wildes Meer ist eine Produktion von Interspot Film für ORF Universum, Perwy Kanal Russia (Channel One Russia), Smithsonian Channel, ZDF, Arte France und National Geographic, vertrieben von ORF-Enterprise.

Episode 1:  'Kampf ums Überleben' zeigt, wie schwierig es sein kann, unter so harten Bedingungen zu überleben und welche Strategien die Tiere, aber auch die Menschen, dafür entwickelten.  Da gibt es Molche, die jahrelang  tiefgefroren im Permafrostboden überleben, um dann, wenn das Frühjahr warm genug ist, zu erwachen, und sich fortzupflanzen. Oder Fische, die gelernt haben stundenlang außerhalb des Wassers zu bestehen, Bären die sich im Frühjahr mit winzigen Krebstieren begnügen, oder Largha-Robben welche in die Flüsse aufsteigen, um den Schwertwalen zu entkommen. Auch die Menschen müssen einfallsreich sein: die Kojaken etwa sind mit ihren Rentieren ständig auf Wanderschaft, um in der kargen Tundra zu überleben,  oder die Itelmenen, welche die Anwesenheit der Orcas nutzen, um sich den Robben bei der Jagd zu nähern.

Episode 2: 'Jahre im Überfluss' präsentiert die paradiesische Seite der Ochotskischen See, zeigt die fetten Jahre: auf der Insel Hokkaido überstehen tausende Riesenseeadler die kalte Jahreszeit mit Hilfe der lokalen Fischer, die ihnen Fische überlassen, die sie nicht verkaufen können. Russische Fischer fangen hunderttausende Tonnen Seelachs, eine enorme Menge, die dennoch nachhaltig ist, so reich ist das Meer. Da sind dann noch Millionen Heringe und Lachse, sodass selbst die weltgrößte Kolonie Nördlicher Seebären satt wird. Oder die Braunbären entlang der Laichflüsse, die soviel Fisch fressen, dass sie sich kaum mehr bewegen können. Auch die Meeresvögel profitieren vom Überfluss: die Lummen, fressen kleine Fische, gibt es davon große Mengen, brüten sie zu Hundertausenden auf den Vogelinseln. Anfang August wagen die Lummen-Küken ihren alles entscheidenden 50 Meter-Sprung aus der Steilwand an die Küste.

Auch die Urwälder bieten alle paar Jahre reichlich Nahrung, wann immer die Koreakiefer fruchtet. Davon profitieren Wildschweine und Hirsche,  - aber auch die sibirischen Tiger, die von diesen Beutetieren abhängig sind. Doch in und am Ochotskischen Meer ist alles stetigem Wandel unterworfen, ist nichts von Dauer; und so hat auch der Überfluss nie lange Bestand, kann jeden Augenblick zu Ende gehen.

 

Eine Produktion von Interspot Film für ORF Universum, Channel One Russia, Smithsonian Channel, ZDF, Arte France und National Geographic. Vertrieben durch ORF - Enterprise.





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details

Drehbuch und Regie: Franz Hafner
Kamera: Oliver Indra, Dietrich Heller, Rene Rothkopf, Martin Haupt
Schnitt: Werner Müller, Michael Adlassnig
Line Producer: Alexander Bundtzen
Produktionsleitung: Lucia Metzbauer
Produzent: Heinrich Mayer-Moroni, Nikolaus Klingohr
Sendungsverantwortung ORF: Andrew Solomon

Erstausstrahlung Teil 1: 29 Mai 2018
Erstausstrahlung Teil 2:  5 Juni 2018

Ihr Ansprechpartner

Heinrich Mayer-Moroni
Heinrich Mayer-Moroni
Telefon: +43180120-420