Die Mongolei - Wildes Land im Herzen Asiens

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Eingebettet zwischen dem Russischen Bären und dem Chinesischen Drachen liegt ein spektakuläres Natur-Wunderland, unberührt und voller Geheimnisse, ein Paradies für Millionen bedrohter Wildtiere und Heimat einer ursprünglichen Nomadenkultur.

Die Mongolei, mit 1, 5 Mio. km2 Fläche so groß wie Westeuropa, hat nur etwa drei Millionen Einwohner und ist damit das am dünnsten besiedelte Binnenland der Erde.

Die geringe Bevölkerungsdichte ist mit ein Grund, dass hier noch spektakulär artenreiche, intakte Naturlandschaften zu finden sind:  die größte Steppe der Welt, eine faszinierende Wüste, ausgedehnte Urwälder, extremes Hochgebirge, Gletscher, mehr als tausend Flüsse, Sumpfgebiete und unzählige Seen.

Und jede dieser Landschaften hat ihr eigenes Klima, ihre eigene Flora und Fauna: im Hochgebirge erbeuten Schneeleoparden die scheuen Argali-Schafe; in der Taiga treffen sich Steinauerhühner zur Balz, jagen Vielfraße und Luchse. Die endlosen Steppen sind Heimat für hunderttausende Mongolengazellen, Steppenadler und Kragentrappen. In der Wüste überleben Wildesel, Wildkamele und die extrem seltenen Gobi-Bären.

Neben den intakten Landschaften hat in der Mongolei auch eine ursprüngliche Nomadenkultur die Zeit überdauert: Tsaaten wandern mit ihren Rentieren durch die Taiga, kasachische Hirten mit ihren Yakherden übers Gebirge und auch die Steppennomaden wechseln mehrmals im Jahr ihr Lager, immer auf der Suche nach guten Weiden.

 

In zwei abgeschlossenen Geschichten erfahren wir die ganze Vielfalt der Mongolei: seine Naturwunder, die Vielfalt der Landschaften, die urtümliche Nomadenkultur und den Aufbruch in die Moderne.

 

Episode 1 - Das weite Land

Mehr als die Hälfte der Mongolei ist von Ebenen, Steppen und Wüsten geprägt. Der erste Teil der Dokumentation spielt in dieser endlos weiten, archaischen Landschaft.

Ein uralter Konflikt bestimmt hier bis heute das Naturgeschehen: Nomaden, Gazellen, Haustiere und Wölfe; seit Jahrtausenden teilen sie sich den Lebensraum und konkurrieren um die Ressourcen.  Diese uralte Lebensgemeinschaft bietet unzählige spannende Geschichten - das ganz Jahr über.

Wir verfolgen Gazellenherden auf ihren Wanderungen, beobachten ihren Kampf ums Überleben - mit Wolfsattacken und Schneestürmen, die Aufzucht der Jungen und die Angriffe der Steppenadler. Parallel dazu begleiten wir eine bestimmte Nomaden-Familie, erleben die Arbeit mit den Herden, ihre Feste, das Zusammentreffen mit den Wildtieren.

Episode 2 - Bergwelten

Der Mongolische Altai, das Changai Gebirge, die Berge des Khan Khentee, das sind raue, unberührte Wildnisse, extreme Lebensräume, die seit jeher von nur wenigen Menschen bewohnt werden. Umso faszinierender ist die Tierwelt: Schneeleoparden jagen hier Argali-Schafe und Bartgeier beseitigen die Reste ihrer Mahlzeit; in den Urwäldern balzen Steinauerhühner und auf den Hochebenen bringen Saiga-Antilopen ihre Jungen zur Welt. In kristallklaren Bergflüssen laichen Taimen und Baikalstör, leben Biber und Fischotter.

Trotz der extremen Umwelt bewohnen seit Jahrtausenden auch Menschen diese Berge. Buddhistische Mönche etwa, die ihre Klöster weitab der Zivilisation errichtet haben. In der Mongolei sind alle Bereiche des menschlichen Lebens von der Auseinandersetzung mit der Natur durchdrungen, auch die Religion. Bäume, Berggipfel, die Quellen, die Klöster selbst, sie sind heilige Orte - unantastbar für Jäger und Hirten. Die Menschen die hier leben, halten sich an diese ungeschriebenen Gesetze. Für sie garantiert dies das eigene Auskommen, für die Natur ist es der beste Schutz. Oder Kasachen, die mit Steinadlern jagen, und Tsaaten-Nomaden, die ihre Rentiere auf die Bergweiden treiben.  Sie alle haben gelernt die extrem raue und karge Umwelt klug und nachhaltig zu nutzen. Aber es ist ein dauernder Kampf ums Überleben; die Menschen sind auf den Bergen Gäste, nicht Herren.

details

Drehbuch und Regie: Franz Hafner
Produktionsleitung: Lucia Metzbauer
Produzent: Heinrich Mayer-Moroni
Redaktion ORF: Franz Fuchs
Sendungsverantwortung ORF: Andrew Solomon

Ihr Ansprechpartner

Heinrich Mayer-Moroni
Heinrich Mayer-Moroni
Telefon: +43180120-420